Pfarrkirche
St. Antonius Großräschen
   
Wiederaufleben
katholischen Glaubens in Großräschen
Über die Anfänge des Christentums in Großräschen
weiß man wenig. Bekannt ist, dass es eine Kapelle gab, die der Hl. Maria
Magdalena geweiht war. Sie befand sich dort, wo heute am Markt die evangelische
Kirche steht. 1539 wurde hier die Reformation eingeführt. Das katholische Leben
erlosch für lange Zeit.

Pfarrkirche St.
Antonius Großräschen 1938 - Silbernes Kirchweihjubiläum
Einen Neuanfang brachte die
Entwicklung der Industrie im 19. Jahrhundert. Seit etwa 1875 warben die Besitzer
der neu entstehenden Industrieanlagen Arbeiter in Polen und Böhmen an. Viele von
ihnen waren katholisch. Kirchlich gehörten sie zur Pfarrei Senftenberg und
gingen dort zum Gottesdienst. Bis zur Jahrhundertwende war deren Anzahl so
gewachsen, dass der Wunsch immer größer wurde, sich von Senftenberg zu trennen.
Man bemühte sich um einen eigenen Gottesdienst und den Bau einer Kirche.
Im Jahre 1908 schickte der zuständige Erzbischof von Breslau, Kardinal Kopp, den
jungen Geistlichen Georg Lompa als Kuratus nach Großräschen.
Am 20. Oktober 1912 wurde der
Grundstein für die St. Antoniuskirche gelegt, die Einweihung erfolgte am 6. Juli
1913.
Die Entwürfe für die im neogotischen Stil
erbaute Kirche stammten vom Leipziger Architekten Clemens Lohmer. Das
Kirchengebäude hat bei 34m Länge eine Breite von 20m. Das Kirchenschiff ist
innen 11m hoch und der Turm hat eine Höhe von 36m. 210 Sitzplätze stehen zur
Verfügung. Die Innenausstattung der Kirche entsprach der damaligen Zeit.
Kunstwerke von Wert konnte sich die Gemeinde nicht leisten.
Lesen Sie hier, welche Auswirkungen das 2. Vatikanische Konzil auf den
Innenraum der Pfarrkirche hatte:

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